Bangkok – Verkehrsmittel: Warum du im Straßenverkehr Bangkoks Selbstmord begehst!9 min read

Bangkok ist eine riesige Stadt, besonders am Anfang wird es dir schwer fallen, dich zu orientieren. Das Leben findet definitiv auf den Straßen Bangkoks und vor den Haustüren statt. Um es dir einfacher zu machen von A nach B zu kommen, handelt dieser Blogpost von den Verkehrsmitteln in Bangkok.

Bangkoks Straßen

Thailand hat nach Nairobi den zweitgefährlichsten Straßenverkehr der Welt. Bevor du in ein Verkehrsmittel einsteigst, solltest du den Fahrer genauestens unter die Lupe nehmen. Außerdem sollte dieses Verkehrsmittel verkehrssicher sein. Die Fahrer von Motorradtaxis und Tuk Tuks sind für ihr riskantes Fahrverhalten bekannt. Du solltest dich (im Gegensatz zu den Thailändern) anschnallen, denn jedes Jahr gibt es eine erschreckend hohe Anzahl an Verkehrstoten. Die Straßen in Thailand sind sehr viel unsicherer und dir dazu auch noch unbekannt. Die Rush Hour ist zwischen 6 – 9 Uhr sowie von 16 – 20 Uhr. Metro, Skytrain, Bus, etc. werden von unterschiedlichen Firmen angeboten, weshalb du für jedes Verkehrsmittel ein eigenes Ticket benötigst. Z.B. dein Tagesticket für die Metro gilt dementsprechend nur für die Metro.

 

Taxis

Taxis sind für deutsche Verhältnisse sehr preiswert, trotzdem möchtest du (gleich zu Beginn) nicht mehr als nötig zahlen, oder? Den ersten Kontakt mit einem Taxi wirst du höchstwahrscheinlich am internationalen Flughafen Bangkok Suvarnabhumi mit deinen schweren Koffern haben. Dazu solltest du wissen, dass die Taxis am Flughafen (eigentlich) dazu verpflichtet sind das Taxameter einzuschalten. Lass dich besonders am Flughafen nicht auf einen Festpreis ein und nimm ein Taxi mit einem Taxameter. Dein Preis vom Flughafen aus setzt sich dann wie folgt zusammen: 35 Baht Taxameter Grundgebühr + 50 Baht Flughafen Aufschlag + 25-50 Baht Autobahn Gebühr + Kilometerzahl Gebühr. Ein Euro entspricht ca. 39 Baht (Stand: Oktober 2017)

Die Taxis in Thailand haben unterschiedliche Farben, lass dich davon nicht verwirren. Die einen sind pink, andere sind orange, blau, gelb-grün, rot-weiß oder knallgrün. Alle Taxis haben die gleichen Preise, es handelt sich nur um verschiedene Taxi-Unternehmen.

Am günstigsten fährst du immer mit einem Taxameter, bei Festpreisen zahlst du häufig das Doppelte oder Dreifache. Innerhalb von Bangkok hassen die Fahrer es, das Taxameter anzuschalten – verständlicherweise, denn dann verdienen sie sehr viel weniger. Es kann häufig sehr mühselig sein, einen passenden Fahrer zu finden, der sich auf den Taxameter Preis einlässt, der eigentlich vorgeschrieben ist. Lass nicht den Kopf hängen, das nächste Taxi ist nur wenige Sekunden von dir entfernt. Denk dran, immer genügend Bargeld und Kleingeld bei dir zu haben, die Fahrer haben meistens kein Wechselgeld – verständlicherweise, denn dann steigt ihr Trinkgeld. Quittungen sind unüblich. Trinkgeld geben meistens nur Touristen, Einheimische runden auf den nächsten 10er Schritt auf.

Folgende Maschen der Fahrer solltest du beachten (mir selbst passiert!):
– Fahrer stellt sich blöd und taub und stellt das Taxameter nicht an. Wenn alles nicht hilft, steig einfach an der nächsten Ampel wieder aus.
– Fahrer stellt sich unwissend und fragt dich nach dem Weg. Dich, einen Touristen! Am Ende gibt er dir die Schuld, wenn er einen Umweg fährt. Bei Wiederholung bitte ihn anzuhalten und suche dir ein neues Taxi.
– Vorsicht vor Schleppern: Sie fangen dich am Bahnhof, etc. ab und verwickeln dich in ein wirklich interessantes Gespräch. Paar Minuten gelaufen bist du irgendwo im Nirgendwo bei äußerst unseriösen Taxis angekommen, die sich nicht auf ein Taxameter einlassen. Ich habe es in Kauf genommen mindestens viermal so viel zu bezahlen, anstatt dem Thailänder meinen Koffer wegzunehmen und wegzurennen. Du hast richtig gelesen, es war mit meinem Koffer, auf dem Weg zu einer Insel. Übrigens Thailändische Inseln: Kein Fahrer dort fährt mit Taxameter, die Preise sind fast zehnfach so hoch wie in Bangkok.

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Motorrad Taxi

Ein weiteres Verkehrsmittel in Bangkok ist das Motorrad Taxi. Es wird selten von Touristen genutzt, da es sehr gefährlich sein kann. Es ist zwar billig und schnell, jedoch nur, da sich die Fahrer durch den Verkehr mit hohem Tempo durchschlängeln. Dazu kommt, dass du sehr selten einen (vorgeschriebenen) *Helm bekommst. Die Fahrer haben meistens selbst einen Helm auf und sprechen kaum Englisch, du musst trotzdem einen Preis mit ihnen verhandeln. Falls du es ausprobieren möchtest, kannst du sie an den orangefarbenen Jacken erkennen. Mir war es zu gefährlich, ich habe es nicht ausprobiert.

Thailand, Bangkok: Motorrad Taxen (Fahrer können an den orangenen Westen erkannt werden)
Thailand, Bangkok: Motorrad Taxen (Fahrer können an den orangen Westen erkannt werden)

 

Tuk Tuk’s – das rollende Wahrzeichen der Stadt

Sie sind teuer, laut, unsicher und du atmest die ganze Zeit Abgase ein. Was trotzdem dafür spricht ist der Erlebnisfaktor und die Schnelligkeit, besonders in Staus. Ein Tuk Tuk ist eine Mischung aus Auto und Motorrad, also ein Taxi mit drei Rädern. Wenn du in Bangkok bist, musst du mindestens einmal mit einem Tuk Tuk fahren. Es ist ein Erlebnis, da diese Fahrer sich durch den Verkehr schlängeln mit teilweise sogar gefährlichen Manövern. Im Tuk Tuk kannst du dich nicht anschnallen und das, obwohl es bis 100 km/h fährt. Für Kinder ungeeignet, da sie sich während der Fahrt sehr stark festhalten müssen, um nicht raus zu fallen.

Es gibt höchstwahrscheinlich kein schnelleres Verkehrsmittel mit dem richtigen Fahrer, denn in Bangkok herrscht sehr viel Verkehr.  Denk dran, immer das passende Kleingeld dabei zu haben, sonst gibst du dem Fahrer noch ein saftiges Trinkgeld dazu. Halte am besten fahrende Tuk Tuks an und handle von Anfang an einen Festpreis aus. Meide sie vor Touristenattraktionen, da kannst du noch sehr viel mehr zahlen.

Thailand, Bangkok: im Tuk Tuk
Thailand, Bangkok: im Tuk Tuk
Thailand, Bangkok: wartende Tuk Tuk's solltest du lieber meiden
Thailand, Bangkok: wartende Tuk Tuk’s solltest du lieber meiden

 

Skytrain

Seit 1999 existiert es: das Bangkok Mass Transit System (BTS). Täglich wird es von mehr als einer halben Million Pendler genutzt. Es besteht aus zwei Linien (Silom Line & Sukhumvit Line) mit insgesamt 35 Stationen, sehr wenig für eine Millionenmetropole. Touristen nutzen es weniger, da das historische Zentrum, die vielen Sehenswürdigkeiten und Tempel nicht auf der Route sind. Dafür jedoch zahlreiche Einkaufszentren. Ein Ticket kostet zwischen 15 – 42 Baht pro Strecke, es fährt meist im 5 – 10 Minuten Takt ab 05:15 – 00:51 Uhr. Denk dran, dein Ticket nicht sofort wegzuschmeißen, am Ziel benötigst du es noch einmal.
Auf der Karte musst du nach BTS (= Skytrain) suchen.
Thailand, Bangkok: Skytrain Karte
Bangkok: Skytrain und Metro (MRT) Karte

Metro

Seit 2004 gibt es sie, die Bangkok Metro (MRT), welche eines der schnellsten Verkehrsmittel in Bangkok ist. Besonders in der Rush Hour sehr zu empfehlen. Täglich von 6 bis 24 Uhr fährt sie im 2 – 10 Minuten Takt und kostet zwischen 16 – 42 Baht (Studenten bekommen 10 % Rabatt, jedoch nicht bei Einzelfahrkarten). Dein Ticket ist ein runder Chip, den du bis zur Zielhaltestelle behältst. Hin und wieder gibt es Sicherheits- und Taschenkontrollen am Eingang.

Noch billiger geht es nur mit dem Bus, der jedoch genauso wie die Taxis oder Tuk Tuks sehr häufig im Stau steht.
Auf der Karte musst du nach MRT (= Metro) suchen.

Thailand, Bangkok: Skytrain Karte
Bangkok: Skytrain (BTS) und Metro (MRT) Karte

 

Bus – gefürchtet von Touristen, Warum?

Kaum ein Tourist benutzt den Bus (BMTA), obwohl er die kostengünstige Alternative zum Taxi ist. Du lernst außerdem die Stadt besser kennen und bist fast nur mit Einheimischen unterwegs. Rund drei Millionen Pendler benutzen täglich die ca. 400 Buslinien in Bangkok. Ich kann jedoch auch verstehen, weshalb Touristen die Busse meiden:

  • das Fahrziel ist auf Thailändisch (außer Nummern)
  • nicht jede Haltestelle hat einen Fahrplan (es existiert keine Karte mit dem Streckennetz)
  • mangelnde Ortskenntnisse (du kannst mit dem Fahrziel des Busses nichts anfangen)
  • Thailänder können dir nicht helfen, da sie kaum englisch verstehen

Um es dir einfacher zu machen den richtigen Bus zu finden, kauf dir am besten eine thailändische Sim-Karte um unterwegs ins Internet zu kommen. Gib auf Google Maps deinen Standort und Ziel ein, fertig. Nun musst du nur noch den Anweisungen von Google folgen.

Die meisten Busse fahren von 5 bis 23 Uhr, einige fahren auch nachts. Da sehr viel Verkehr auf Bangkoks Straßen herrscht, solltest du dich einfach an die Bushaltestelle setzen und warten. Ein Ticket kostet zwischen 6,50 und 25 Baht. Anders als in Deutschland kaufst du dein Ticket nicht beim Fahrer, ein Fahrkartenverkäufer kommt auf dich zu, sobald du dich gesetzt hast und verkauft dir das Ticket. Denk dran, dem Fahrer ein Zeichen zu geben, das du aussteigen willst, sonst hält er nicht. Neue Busse haben Klimaanlagen und Wifi, das ist aber nicht die Norm, die meisten haben einen Holzfußboden und keine Fenster.

 

Chao Phraya Expressboot

Vom Fluss aus hast du eine wunderschöne Sicht auf die Skyline. Die 12 Haltestellen zwischen dem Central Pier (Skytrain – Anschluss) und der Station Phra Arthit (nahe der Khan San Straße) sind für Touristen sehr interessant, denn dort befinden sich sehr viele Sehenswürdigkeiten. Ein Ticket für das Orange-Flag-Boot kostet 15 Baht. Touristenboote werden auch angeboten, sind jedoch teurer. Ab 6 bis 20 Uhr sind sie auf dem Chao Phraya Fluss unterwegs.

Thailand, Bangkok: Haltestelle für ein Chao Phraya Expressboot
Thailand, Bangkok: Haltestelle für ein Chao Phraya Expressboot

 

Zusammenfassung

Der Syktrain ist zwar nicht schlecht, hat aber ein kleines Streckennetz. Die Metro ist auch nicht schlecht, hat jedoch noch ein kleineres Streckennetz. In den Taxis führst du ständig Diskussionen über den Fahrpreis, das Motorrad Taxi ist zu gefährlich und das Tuk Tuk ist die komplette Abzocke. Da bleibt dir fast nichts anderes übrig als zu laufen, viel Spaß 🙂

 

Bis demnächst auf meinem Blog, meinem YouTube-Channel oder auf meinen Social Media Accounts.

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Ich freue mich schon auf den nächsten Blogpost (jeden Sonntag um 11 Uhr)

Deine Vanessa

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18 Kommentare zu Bangkok – Verkehrsmittel: Warum du im Straßenverkehr Bangkoks Selbstmord begehst!9 min read

  1. Holzfußboden und keine Fenster! what?das hört sich so an als könnte man die Stadt auch meiden (den Verkehr). Meine Eltern waren mal in Thailand und sie haben auch gesagt dass der Verkehr dort die Hölle ist. Das sind ziemlich verstörende Story wenn es das Beste ist einfach aus dem Taxi wegzulaufen. Naja vielleicht hat Bankok ja andere Stärken. LG Lennard

  2. Oha ich liebe es das alles immer zu lesen*_* und dann noch immer die Bilder dabei. Ohne Witz man merkt dir richtig an wie sehr Mühe u dir für das alles hier gibst!:) Du kannst richtig schön schreiben<3 danke für diese tollen Informationen wieder!:)

    1. Hallo Darline,
      zuerst einmal: mein PC versucht jedes mal aus deinem Namen Darling zu machen und ich glaube, das hat einen Grund!
      Du unterstützt mich immer wieder auf meinen Blog, aber nicht nur da, sondern auf meinen ganzen anderen Social Media Accounts auch. Danke dir dafür! In meinem Blog steckt wirklich sehr viel Arbeit, weshalb ich es wunderschön finde, dass diese harte Arbeit gesehen und gewürdigt wird.

  3. Heute bin ich auch Mal am Start (komme von Instagram). Ich habe es bisher nicht geschafft deinen Blog zu lesen (nur einzelne Posts) Aber heute habe ich deinen gesamten Blog durchgelesen (hatte diesen Nachmittag Zeit) und ich muss sagen, dass ich echt begeistert bin. Ich finde du hast das so schön geschrieben und sollte ich jemals in irgendeiner von den Städten sein von denen du berichtest hast, wird dein Blog mein Reiseführer.
    Ich probiere ab sofort immer deinen Blog zu lesen und mir die Zeit dazu zu nehmen, weil es echt schön ist.
    Ich freue mich auf deine weiteren Posts😁

    1. Hallo Anastasia,
      super das du deinen Weg auf meinen Blog gefunden hast, freut mich immer wieder neue Leser zu finden die auch zurück kommen und weiter lesen möchten. Meinen Blog als Reiseführer? Wow! Danke für das Kompliment und danke für deine Unterstützung!

  4. Wow :c
    Ich wusste gar nicht, dass Bangkok so gefährlich sein kann !
    Krass wie viel man immer bei deinen Blogs lernt! 🙂 <3
    Man konnte auch diesen Artikel wieder in einem lesen und es fällt einem nicht auf, wie lange man grade liest. Es ist einfach richtig richtig gut geschrieben! <3

  5. WOW Vanessa. Toller Blog. Wieder sehr schön zu lesen. Thumbs UP 🙂
    Jaaa Bangkok ist gefährlich.
    Aber Thailand ist sehr schön.
    Die Leute sind super super nett , hilfsbereit und freundlich ( auch wenn es manchmal nicht so aussieht)
    War zwar noch nicht da , hatte aber geschäfliche Beziehungen nach Thailand.

    1. Die Leute sind wirklich sehr freundlich! 🙂
      Sie versuchen zwar zu helfen, oft ist leider nur etwas schwierig, da die meisten kein Englisch sprechen.
      Danke dir, für das liebe Kompliment!

  6. Ich haasssee taxis in paris hatte. Wir nicht eins gefunden und wenn nur eine doofen dienst der das dreifache an kohle wollte bis ich uber entdeckt habe 😂 ich weiss ja nicht ob das da auch funktioniert aufjedenfall ist es um einiges günstiger schneller und sicherer !!! Cooler blog vanessa jetzt kommt teil 2 😁

  7. Und was lerne ich aus diesem Blogpost? : Definitiv kein Reiseziel für mich! 😀
    Trotzdem wie immer super geschrieben, man merkt, dass du viel Spaß am Schreiben hast und dir auch wirklich Mühe gibst, so viele Informationen wie nur möglich in die Posts zu packen und trotzdem wird es mir beim Lesen nie langweilig! Damit ist dien Blog schonmal besser und interessanter als alle Schulbücher, die ich je gelesen habe 😀
    Übrigens, weiterhin viel Glück bei deiner Suche nach einem Auslandspraktikum! 🙂

    1. Hallo Hendrik,
      das finde ich schade, dass Bangkok kein Reiseziel für dich wird, jedoch kann ich es auch verstehen. Der Verkehr dort ist wirklich grauenvoll.
      Danke dir, in jedem einzelnen Blogpost steckt wirklich sehr viel Mühe und Arbeit drinnen…

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